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Verhaltener Jahresauftakt auf dem Hotel-Investmentmarkt

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Frankfurt, 13.04.2022 – Der deutsche Hotel-Investmentmarkt steht auch in den ersten drei Monaten des Jahres 2022 unter dem Einfluss der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Beschränkungen, was sich immer noch im Investmentvolumen widerspiegelt. Mit rund 440 Mio. € bewegt sich das Investitionsvolumen rund 36 % unter dem 10-jährigen Schnitt bzw. knapp 16 % unter dem Vorjahresquartal. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

Nachdem das Vorjahresquartal ungewöhnlich stark durch Family Offices geprägt wurde, dominieren wieder institutionelle Investoren das Feld. Mit rund 22 % Anteil führen Investment Manager das Ranking an, gefolgt von Projektentwicklern und Equity/Real Estate Funds mit jeweils um die 15 %. Die üblicherweise starken Spezialfonds kommen auf einen Marktanteil von gut 10 % und liegen weiterhin unter den Erwartungen, während offene Fonds knapp 13 % zum Gesamtumsatz beitragen. Nennenswerte Umsatzanteile erzielen außerdem noch Corporates (8 %) und Family Offices (gut 7 %). Der sowohl absolut als auch relativ hohe Anteil von Projektentwicklern zeigt, dass es einige Opportunitäten im Markt gibt, die in Verbindung mit einer weiteren Normalisierung der Hotelmärkte das Interesse von Käufern wecken.

Ausländische Investoren weiterhin zögerlich

Der niedrige Anteil an von ausländischen Investoren erworbenen Hotel-Investments ist auch in diesem Quartal zu beobachten. Aktuell liegt der Marktanteil mit einem Wert von 23 % zwar weiterhin deutlich unter dem langjährigen Jahresschnitt, legte jedoch 6,5 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahresquartal zu.

Diese Situation ist allerdings nur eine Momentaufnahme, die sich erfahrungsgemäß schnell ändern kann. In absoluten Zahlen stieg das Volumen somit von 87 Mio. € auf 102 Mio. €. Mit einem zu erwartenden Aufholeffekt in Übernachtungs- und Gästezahlen dürfte im Jahresverlauf das Interesse ausländischer Investoren noch weiter zunehmen. Zudem werden Transaktionsprozesse wieder leichter zu handhaben sein und ermöglichen infolgedessen wieder einen einfacheren Zugang zum Markt.

Hohe Dynamik in mittleren und kleineren Segmenten

Wie bereits im Vorjahresquartal wurde im aktuellen Jahr noch keine Transaktion in der Größenklasse über 100 Mio. € registriert. Zudem hat sich auch der Anteil an Investments zwischen 50-100 Mio. € deutlich von rund 57 % auf knapp 13 % reduziert. Dafür ist weiterhin in der mittleren Größenklasse zwischen 25 und 50 Mio. € eine hohe Marktaktivität festzustellen. Insgesamt entfielen mit fast 180 Mio. € rund 40 % des Investmentvolumens auf den „Mittelbau“. Den größten Anteil hatten allerdings Investments unter 25 Mio. €, wo knapp 206 Mio. € investiert wurden, was 47 % entspricht. Diese Situation spiegelt sich ebenfalls im durchschnittlichen Volumen pro Deal wider, welches mit 17 Mio. € rund 30 % unter dem 5-jahrigen Schnitt liegt. Damit gab es zumindest temporär eine Verschiebung in tendenziell kleinere Deals.

Perspektiven

„Auch Anfang 2022 ist der Hotelmarkt noch deutlich von der Corona-Krise geprägt. Insbesondere in Städten mit üblicherweise hohem Anteil an Geschäftsreisenden oder internationalem Tourismus erfolgt nur eine mühsame Erholung. Die bislang beschlossenen Rücknahmen diverser pandemiebedingter Beschränkungen sowohl in Deutschland, Europa als auch den USA geben Hoffnung auf eine baldige Besserung. Bereits im vergangenen Spätsommer und Frühherbst haben sich Gäste ankünfte und Übernachtungszahlen dem Vorkrisenniveau angenähert oder wurden sogar bereits vereinzelt übertroffen. Infolge dieser verbesserten Perspektiven für Betreiber sollte sich auch die Attraktivität von Hotel-Investments generell erhöhen und zu mehr Investitionen im Jahresverlauf führen“, so Alexander Trobitz.

Quelle: BNP Paribas Real Estate (PM vom 13.04.2022)


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Büro-Investments erreichen Rekordergebnis

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Frankfurt am Main, 6. April 2022 – Der deutsche Büroinvestmentmarkt ist mit einem Paukenschlag ins neue Jahr gestartet. In den ersten drei Monaten des Jahres wurden rund 9,8 Mrd. € in dieser Assetklasse platziert und damit ein Rekordergebnis erzielt. Das vergleichsweise schwache Vorjahresergebnis, das noch komplett unter dem Einfluss der Corona-Pandemie und ihren weitreichenden Lockdown-Maßnahmen stand, wurde weit übertroffen (+180 %) und das jüngste Resultat fällt fast doppelt so hoch aus wie der 10-Jahresdurchschnitt (knapp 5 Mrd. €).  Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

„Insbesondere das überdurchschnittliche Marktgeschehen im Portfoliosegment zeichnet für dieses Ergebnis verantwortlich, allen voran die Übernahme von Alstria durch Brookfield mit einem Volumen von rund 4,5 Mrd. €. Aber auch abseits dieser Großtransaktion ist im Vorjahresvergleich mehr Bewegung in dieses Segment gekommen, was u.a. das Alphabet-Portfolio mit rund 500 Mio. € unterstreicht. Insgesamt sind rund 5,5 Mrd. € in Büroportfolios geflossen. Parallel ist das Investmentgeschehen bei den Einzeltransaktionen stark gestiegen und bewegt sich mit fast 4,3 Mrd.€ wieder über dem Niveau des Auftaktquartals des Jahres 2020 wie auch ein Drittel über dem langjährigen Durchschnitt“, betont Nico Keller, Deputy CEO der BNP Paribas Real Estate GmbH.

Frankfurt mit Top-Ergebnis an der Spitze

Frankfurt kann sich mit einem Rekordvolumen von 2,1 Mrd. € mit großem Abstand an der Spitze des Standortrankings positionieren. Die Bankenmetropole kann damit ihren bisherigen Top-Wert aus Q1 2020 fast verdoppeln, wozu nicht zuletzt der von BNPPRE vermittelte Verkauf des Marienturms für über 800 Mio. € beigetragen hat. Rund 1,5 Mrd. € sind in Frankfurt im Rahmen von Einzeltransaktionen platziert worden. Anders das Bild bei den zweit- und drittplatzierten Hamburg und Düsseldorf, deren Rekordergebnisse von 1,5 Mrd. € bzw. 1,4 Mrd. € in weiten Teilen auf das Konto von Portfoliotransaktionen gehen. Für die weiteren A-Standorte werden ebenfalls umfangreiche Steigerungen registriert, sodass auch Berlin (rd. 1,1 Mrd. €), Köln (rd. 250 Mio. €) sowie München und Stuttgart (mit jeweils rd. 660 Mio.€) auf ein sehr gutes Auftaktquartal blicken können.

Mit einem Marktanteil von rund 83 % dominieren die A-Standorte ganz klar das Marktgeschehen. Stark eingebüßt haben absolut wie relativ die Städte über 250.000 Einwohner, deren Marktanteil auf nur noch gut 9 % gesunken ist. Leicht zugelegt haben die Städte, die zwischen 100.000 und 250.000 Einwohner zählen. 

Großdeals dominieren das Marktgeschehen

Abschlüsse mit einem Investitionsvolumen von jeweils 100 Mio. € und mehr dominieren bisher das Marktgeschehen im Jahr 2022. Sie tragen bis jetzt 76 % bzw. rund 7,4 Mrd. € zum Transaktionsvolumen bei, was ein bisher nie erreichter Rekordwert ist. Es überrascht wenig, dass hiervon ein Löwenanteil (rund 5,4 Mrd. €) auf das Konto von Portfoliotransaktionen geht, dennoch kann auch bei den großvolumigen Einzelabschlüssen ein Top-Wert von knapp 2 Mrd. € vermeldet werden. Der Marktanteil von Abschlüssen in der Größenklasse zwischen 50 und 100 Mio. € ist zwar von 30 % auf 11,5 % gesunken, mit einem Volumen von rund 1,1 Mrd. € kann aber das zweithöchste Ergebnis der vergangenen fünf Jahre vermeldet werden. Auch das Segment 25 bis 50 Mio. € hat an Marktanteilen deutlich eingebüßt, allerdings notiert das Ergebnis von rund 810 Mio. € nur 4 % unter dem des Vorjahres.  

Sowohl das Alphabet-Portfolio wie auch die Übernahme von Alstria durch Brookfield gehen auf das Konto von Equity/Real Estate Funds. Sie sind es auch, die für den Marktanteil dieser Käufergruppe von aktuell rund 51 % verantwortlich zeichnen und das Rekordvolumen von rund 5 Mrd. € verantworten. Marktanteile von mehr als 10 % haben auch Pensionskassen und Spezialfonds beigesteuert. Die Pensionskassen verzeichnen damit ein noch nie erreichtes Volumen von rund 1,1 Mrd. €, das nicht zuletzt auf die Akquisition des Marienturms von DWS für eine Pensionskasse zurückzuführen ist. Spezialfonds haben bis dato knapp 1 Mrd. € in Büroimmobilien investiert und bewegen sich damit ungefähr im langjährigen Schnitt. Sie waren insbesondere im mittleren Größensegment aktiv und eine Vielzahl von Abschlüssen ist auf sie zurückzuführen. 

Spitzenrenditen verbleiben auf niedrigem Level

Während Ende 2021 die Netto-Spitzenrenditen in der Mehrzahl der Standorte ein weiteres Mal gesunken sind, haben sie nun über alle A-Standorte hinweg eine Seitwärtsbewegung vollzogen. Entsprechend bleibt Berlin mit 2,40 % der teuerste Standort. Es folgen München mit 2,50 % und Hamburg mit 2,55 %. Stabile Werte werden entsprechend für Köln (2,60 %), Frankfurt (2,65 %) sowie Düsseldorf und Stuttgart mit jeweils 2,75 % registriert.

Perspektiven „Büroimmobilien werden auch in den kommenden Monaten die stärkste Anlageklasse stellen. Die Investoren haben ihr Vertrauen in dieses Nutzungssegment zu Jahresbeginn ein weiteres Mal unterstrichen und trotz der sicherlich weitreichenden geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten dürfte sich an diesem Anlegeverhalten kurzfristig wenig ändern. Bei den Spitzenrenditen ist eine Fortsetzung der Seitwärtsbewegung vorerst wahrscheinlich“, so Sven Stricker, Geschäftsführer und Head of Commercial Investment der BNP Paribas Real Estate GmbH.

Quelle: Perspektiven „Büroimmobilien werden auch in den kommenden Monaten die stärkste Anlageklasse stellen. Die Investoren haben ihr Vertrauen in dieses Nutzungssegment zu Jahresbeginn ein weiteres Mal unterstrichen und trotz der sicherlich weitreichenden geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten dürfte sich an diesem Anlegeverhalten kurzfristig wenig ändern. Bei den Spitzenrenditen ist eine Fortsetzung der Seitwärtsbewegung vorerst wahrscheinlich“, so Sven Stricker, Geschäftsführer und Head of Commercial Investment der BNP Paribas Real Estate GmbH.

Quelle: BNP Paribas Real Estate (06.04.2022)

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Retailmarkt Deutschland: Gestiegenes Angebot und gesunkene Spitzenmieten wirken sich auf die Vermietungsdynamik aus

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Frankfurt am Main, 3. November 2021 – Der Retailmarkt gehörte in den letzten Jahren und in ganz besonderer Weise im Verlauf der Corona-Krise nicht gerade zu den Märkten, die sich über positive Schlagzeilen freuen durften. Zahlreiche, teils großflächige, Leerstände und sinkende Spitzenmieten selbst in den Top-Lagen der wichtigsten Einzelhandelsdestinationen, skizzieren hierbei die schwierigen Rahmenbedingungen in der Zeit nach den Lockdowns. Bedenkt man jedoch, dass sich aufgrund des gestiegenen Flächenangebots im Zusammenspiel mit einer geringeren Mietpreisbelastung, auch die Zielgruppen auf der Nachfrageseite vergrößert haben und die A-Städte weiterhin ausgezeichnete Standortbedingungen bieten, sind durchaus Voraussetzungen vorhanden, um auch weiterhin sehr gute Flächenumsätze in den Shoppingmetropolen zu erzielen.

Mit insgesamt rund 111.000 m², die in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres in Innenstadtlagen der Top-Märkte neuvermietet oder eröffnet wurden, ordnet sich das Resultat der A-Standorte nicht nur 37 % über dem Ergebnis aus dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum, sondern gleichzeitig auch 19 % über der Zwischenbilanz des Vor-Corona-Jahres 2019 ein. Beachtlich ist hierbei insbesondere das Quartalsergebnis der letzten drei Monate zwischen Juli und Oktober, in denen alleine 53.000 m² umgesetzt wurden. Dies entspricht auch im langjährigen Vergleich einem sehr hohen Wert. Als Treiber dieser Entwicklung ist in erster Linie die deutlich gestiegene durchschnittliche Flächengröße pro Vermietung zu nennen, die mit knapp 550 m² wesentlich höher ausfiel als in den fünf Jahren zuvor (Ø 440 m²) und als Indiz für das gestiegene Angebot im Segment größerer Ladenflächen zu werten ist.

Erfreulich ist hierbei zudem, dass alle Top-Märkte an der erhöhten Marktdynamik partizipieren und teils überdurchschnittliche Flächenumsätze generieren konnten. Im Städte-Ranking stechen vor allem Berlin (38.000 m²) und Düsseldorf (20.000 m²) heraus. Und auch Hamburg konnte in den ersten drei Quartalen mit 15.000 m² punkten und die die City-Lagen der weiteren A-Städte Frankfurt, Köln, München und Stuttgart mit jeweils zwischen 8.000 und 10.000 m² hinter sich lassen. Zu den nachfragefreudigen Branchen, bei denen das Fashion-Segment und der Gastronomie-Sektor mit Vermietungsanteilen von 23 % bzw. 20 % weiterhin deutlich das Feld anführen, haben sich neben Einrichtungslabels (12 %) und der Food-Sparte (8 %) unter anderem auch Marktteilnehmer gesellt, die die Zukunft der Mobilität mitgestalten bzw. prägen wollen. Dementsprechend traten neben Fahrradhändlern immer wieder auf E-Mobilität ausgerichtete Auto-Brands wie zum Beispiel Lynk & Co., Polestar und E-Go in Erscheinung.

Wie bereits angedeutet, ist neben dem Angebot das Mietpreisniveau als zweiter entscheidender Faktor zu nennen, der sich auf die Nachfrage auswirkt. Während die Spitzenmieten an den A-Standorten im Laufe des Jahres 2020 im Schnitt um knapp 9 % gesunken sind, haben sie in den ersten neun Monaten noch einmal leicht um fast 3 % nachgegeben. Im Städtevergleich sind Retail-Flächen in München weiterhin am teuersten (310 €/m²), gefolgt von Frankfurt (285 €/m²), Düsseldorf (275 €/m²), Berlin (250 €/m²), Hamburg (245 €/m²), Köln (240 €/m²) und Stuttgart (210 €/m²).

Quelle: BNP Paribas Real Estate (PM vom 03.11.2021)

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Zweitbestes Ergebnis aller Zeiten auf dem deutschen Büro-Investmentmarkt

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Frankfurt, 13. Oktober 2017 (Marktnews BNP Paribas Real Estate) – Mit einem Transaktionsvolumen von knapp 16,8 Mrd. € erzielen Büro-Investments das zweitbeste jemals registrierte Ergebnis. Der bereits sehr gute Vorjahreswert wurde um 24 % und der zehnjährige Schnitt sogar um stolze 94 % übertroffen. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

„Nur 2007 fiel das Resultat besser aus, allerdings im Wesentlichen gestützt durch Paketverkäufe“, so Sven Stricker, Geschäftsführer und Head of Investment der BNP Paribas Real Estate GmbH. Demzufolge stellt der in den ersten drei Quartalen mit Einzelverkäufen erreichte Umsatz von 14,93 Mrd. € einen neuen Rekordwert dar. Portfoliodeals verharren mit 1,87 Mrd. € dagegen auf dem Vorjahresniveau. Verantwortlich für dieses außergewöhnlich gute Resultat ist neben der prinzipiell starken Investorennachfrage auch die sehr positive Entwicklung der Nutzermärkte. Neue Rekordumsätze bei den Flächenumsätzen und weiter rückläufige Leerstände deuten auf zukünftige Mietsteigerungspotentiale hin, an denen die Anleger partizipieren wollen. Erfreulich ist, dass in allen Marktsegmenten sehr viel Bewegung zu verzeichnen war, was auch durch die nochmals auf 440 gestiegene Anzahl der erfassten Transaktionen unterstrichen wird. Aber auch großvolumige Einzelabschlüsse im dreistelligen Millionenbereich, von denen bislang bereits 28 registriert wurden, haben zur Umsatzsteigerung beigetragen. Zu den wichtigsten gehörten die Verkäufe des Sony-Centers und des Axel-Springer Neubaus in Berlin sowie des Grand Central in Frankfurt.

Auch einige Top-Standorte mit Umsatzrekord

Die positive Umsatzentwicklung schlägt sich auch im Ergebnis einiger Top-Standorte nieder. In den Big-Six-Städten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München) wurden insgesamt 12,11 Mrd. € und damit 23 % mehr als im Vorjahreszeitraum umgesetzt. Dies ist das drittbeste Ergebnis aller Zeiten.

Einen neuen Rekordumsatz vermeldet Berlin mit 3,9 Mrd. €, womit sich die Hauptstadt auch mit Abstand an die Spitze der großen Standorte setzt. Auch Düsseldorf konnte das Resultat um zwei Drittel auf 1,39 Mrd. € steigern und erzielt ebenfalls eine neue Bestmarke. Während der Frankfurter Markt, wo 2,98 Mrd. € (+16 %) registriert wurden, zulegen konnte, verharrte München mit 2,05 Mrd. € in etwa auf Vorjahresniveau. Rückgänge des Investmentumsatzes verzeichneten dagegen Hamburg mit 1,14 Mrd. € (-31 %) und Köln mit 650 Mio. € (-35 %). Verantwortlich hierfür ist insbesondere ein nicht ausreichendes Angebot an großvolumigen Objekten. Außerhalb der Big-Six-Standorte fiel die Umsatzsteigerung sogar noch leicht höher aus. Hier wurden, nur bezogen auf Einzeldeals, 3,65 Mrd. € investiert. Im Vergleich zum Vorjahreswert entspricht dies einer Zunahme um 33 %. Auch kleinere Städte profitieren also von der insgesamt positiven Marktstimmung.

Bemerkenswert ist, dass fast alle Marktsegmente zum Anstieg des Transaktionsvolumens beigetragen haben. Am stärksten fiel dieser in den beiden oberen Größenklassen mit jeweils rund 35 % aus. An erster Stelle liegen erwartungsgemäß Großabschlüsse über 100 Mio. €, die 44 % zum Ergebnis beitragen. Die Kategorie 50 bis 100 Mio. € folgt mit gut 22 % auf Platz zwei. Aber auch Deals zwischen 25 und 50 Mio. € (+12 %) und kleine Objekte bis 10 Mio. € (+7 %) konnten das absolute Umsatzvolumen spürbar steigern. Lediglich im Segment zwischen 10 und 25 Mio. € wurde vergleichbar viel investiert wie im Vorjahr.

Viele Käufer mit unterschiedlichen Risikoprofilen

Auch und gerade im Büromarkt ist eine breite Palette von Investoren mit teilweise unterschiedlichen Anlage- und Risikoprofilen aktiv. Am meisten zum Umsatz beigetragen haben bislang Investment Manager mit gut 20 %, gefolgt von Spezialfonds mit knapp 16 %. Auf dem Bronzerang finden sich Pensionskassen, die auf fast 11 % kommen und sich damit noch vor den Equity/Real Estate Funds platzieren, die rund 10 % beisteuern. Wie breit gestreut die Nachfrage sich darstellt, zeigt die Tatsache, dass sich die verbleibenden 43 % des Transaktionsvolumens auf viele unterschiedliche Käufergruppen verteilen. Der Anteil ausländischer Investoren liegt bei 50 % und damit leicht höher als bei den gewerblichen Investments insgesamt.

Nach einer kleinen Verschnaufpause im zweiten Quartal haben die Renditen in den zurückliegenden drei Monaten erneut nachgegeben. Für diese Preissteigerung sind nicht zuletzt die guten Chancen für zukünftige Mietpreissteigerungen verantwortlich, an denen viele Anleger partizipieren wollen. Demzufolge ist die Netto-Spitzenrendite in Berlin auf 3,00 % gesunken, wodurch München mit 3,10 % auf den zweiten Platz verwiesen wird. Knapp dahinter folgen Hamburg und Frankfurt wo jeweils 3,20 % anzusetzen sind. Aber auch in den beiden rheinischen Metropolen Düsseldorf und Köln ist ein Rückgang auf jetzt 3,70 % zu beobachten gewesen.

Perspektiven

„Auch für das Gesamtjahr zeichnet sich bereits heute ein außergewöhnlich gutes Ergebnis ab. Hierfür sprechen nicht nur einige großvolumige Transaktionen, die bereits kurz vor Abschluss stehen, sondern auch die insgesamt positiven Rahmenbedingungen. Neue Rekorde beim Flächenumsatz und gerade noch einmal nach oben korrigierte BIP-Prognosen lassen das Interesse der Investoren tendenziell eher noch weiter wachsen. Vor diesem Hintergrund erscheint ein Transaktionsvolumen von über 25 Mrd. € und damit das zweitbeste Resultat aller Zeiten durchaus realistisch. Auch bei den Spitzenrenditen ist ein weiterer leichter Rückgang aus heutiger Sicht nicht ganz auszuschließen“, sagt Sven Stricker.

Quelle: BNP Paribas Real Estate

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BNP Paribas Real Estate veröffentlicht Büro-Investmentzahlen für das 1. Quartal 2017

Frankfurt am Main 11.04.2017 – Mit einem Transaktionsvolumen von knapp 4,85 Mrd. € verzeichneten auch Büro-Investments im ersten Quartal nicht nur ein außergewöhnlich gutes, sondern auch das beste Ergebnis der letzten zehn Jahre. Der Durchschnitt wurde dabei um stolze 84 % übertroffen. Im Vorjahresvergleich legte das Resultat um 39 % zu, womit der Anstieg etwas geringer ausfiel als beim gewerblichen Investmentumsatz insgesamt. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

„Trotzdem stellten Büros mit einem Anteil von gut 38 % erneut die mit Abstand beliebteste Assetklasse dar. Neben dem unverändert guten Investmentumfeld hat vor allem auch die sehr positive Entwicklung der Nutzermärkte dazu beigetragen, das ohnehin große Vertrauen der Investoren in deutsche Büroobjekte weiter zu stärken“, sagt Sven Stricker, Geschäftsführer und Head of Investment der BNP Paribas Real Estate GmbH. „Bemerkenswert ist auch, dass der hohe Umsatz ganz überwiegend auf Einzeltransaktionen zurückzuführen ist. Mit circa 4,6 Mrd. € tragen sie nicht nur 95 % zum Ergebnis bei, sondern stellen auch ein neues Allzeithoch für das erste Quartal auf.“ Dies spiegelt sich auch in der hohen Zahl von Deals im dreistelligen Millionenbereich wider, von denen im ersten Quartal bereits neun registriert wurden. Zu den wichtigsten zählen die Verkäufe des Rocket Tower und der früheren Vattenfall-Zentrale in Berlin sowie des HIGHRISE one in München. Auf Paketverkäufe entfallen dagegen lediglich 247 Mio. € und damit nur knapp halb so viel wie im zehnjährigen Schnitt.

An der positiven Entwicklung partizipiert haben auch die Big-Six-Standorte (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München), die ihr Vorjahresergebnis um 31 % auf 2,9 Mrd. € steigern konnten. Am meisten investiert wurde in München mit 784 Mio. € (+31 %), wozu mehrere Großdeals umfangreich beigetragen haben. Auf Platz zwei folgt Frankfurt mit 764 Mio. € (+175 %), wobei dieses Ergebnis umso bemerkenswerter ist, da es ohne Verkäufe im dreistelligen Millionenbereich zustande gekommen ist. Auf dem Bronzeplatz landet Berlin mit 712 Mio. € (+45 %), das damit einen neuen Rekordumsatz aufgestellt hat. Auch die rheinischen Metropolen Köln (264 Mio. €; +52 %) und Düsseldorf (240 Mio. €; +19 %) konnten spürbar zulegen. Nur Hamburg setzte 72 % weniger um (135 Mio. €), wofür vor allem das starke Schlussquartal 2016 verantwortlich ist, so dass kaum Deals ins nächste Jahr gerutscht sind.

Spürbare Umsatzzuwächse verzeichnen nicht zuletzt auch kleinere Städte bis 250.000 Einwohner, die ihren Umsatzanteil bei den Einzelinvestments von 6,5 % im Vorjahreszeitraum auf gut 13 % steigern konnten. Auch absolut wurde mit über 600 Mio. € erheblich mehr investiert.

Bezüglich der Größenklassenverteilung sind keine gravierenden Änderungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu beobachten. Auch wenn im ersten Quartal noch kein „Megadeal“ registriert wurde, hat die Vielzahl der Großabschlüsse dafür gesorgt, dass Verkäufe über 100 Mio. € mit gut 29 % erneut am meisten zum Umsatz beigetragen haben. Auf die nächstkleineren Klassen von 50-100 Mio. € (25 %) und zwischen 25 und 50 Mio. € (24 %) entfallen ebenfalls vergleichbare Umsatzanteile wie Anfang 2016. Immerhin 22 % generieren Transaktionen bis 25 Mio. €, wodurch das insgesamt sehr lebhafte Marktgeschehen unterstrichen wird.

Insgesamt schaffen es drei Investorengruppen im ersten Quartal zweistellige Umsatzbeiträge zu leisten. Unangefochtener Spitzenreiter sind Spezialfonds, deren Beitrag sich auf 28 % beläuft. Knapp halb so viel haben Investment Manager zugesteuert, die auf gut 13 % kommen. Hinter beiden Gruppen verbergen sich häufig andere Käufergruppen, wie Versicherer, Versorgungswerke oder Sparkassen, die über diese Vehikel indirekt im Markt investieren. Rechnet man noch die mit gut 10 % drittplatzierten Pensionskassen hinzu, dann zeigt sich, dass ein erheblicher Teil des Investmentumsatzes auf eigenkapitalstarke Core-Investoren zurückzuführen ist, die an langfristig sicheren Anlagen interessiert sind, was für die Assetklasse Büro spricht. Alle übrigen Anlegergruppen steuern bislang nur spürbar geringere Anteile bei.

Auch im ersten Quartal haben die Renditen noch einmal nachgegeben. Mit 3,10 % liegt die Netto-Spitzenrendite für Büroobjekte in Berlin 20 Basispunkte niedriger als Ende 2016. Damit platziert sich die Hauptstadt mittlerweile sogar vor München, wo ebenfalls ein Rückgang auf jetzt 3,20 % zu beobachten war. Um 20 Basispunkte nachgegeben hat die Spitzenrendite auch in Frankfurt, wo jetzt 3,60 % anzusetzen sind. Aber auch in Hamburg (3,25 %) ging es weiter runter. In Düsseldorf und Köln (jeweils 3,85 %) haben sich die Spitzenrenditen im ersten Quartal 2017 demgegenüber stabil gezeigt.

Perspektiven

„Vor dem Hintergrund der insgesamt stabilen bis guten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen spricht alles dafür, dass auch im weiteren Jahresverlauf ein sehr lebhaftes Marktgeschehen zu erwarten ist. Dazu beitragen wird auch, dass sich aktuell bereits sehr viele großvolumige Deals im Markt befinden. Im Vergleich zu den letzten zwei Jahren hat sich dabei auch das Angebot an hochwertigen Core-Objekten sichtbar ausgeweitet“, fasst Sven Stricker die weiteren Aussichten zusammen.

Quelle: BNP Paribas Real Estate Holding GmbH

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258 Mrd. € in europäische Gewerbeimmobilien investiert – Anstieg um 17 %

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Frankfurt, 18.02.2016 – Investitionen in europäische Gewerbeimmobilien entwickelten sich 2015 weiterhin sehr dynamisch. Nach einem Sprung um 28 % im Jahr 2014 stiegen sie 2015 noch einmal um rund 17 % auf 258 Mrd. € und übertrafen damit den Rekordwert von 2007. Dies ergibt eine Analyse von BNP Paribas Real Estate.

Der Markt profitierte von einer Wachstumserholung in Europa sowie von sehr niedrigen Zinssätzen. Aus drei Gründen unterscheidet sich die aktuelle Lage erheblich von 2007: ein weiterhin relativ hoher Eigenkapitalanteil, eine deutlich weniger spekulative Entwicklung und vor allem – trotz historisch niedriger Renditen – eine immer noch sehr üppige Risikoprämie gegenüber AAA-Staatsanleihen. Dank seines starken Wirtschaftswachstums hat Großbritannien (86 Mrd. €) seinen Rekord von 2006 bereits vor zwei Jahren übertroffen. Deutschland (56 Mrd. €) erntet die Früchte seiner Wirtschaftspolitik und nähert sich seinem Rekord von 2007. In Spanien, Italien und Portugal, die einen Sprung um 61 % (auf 21 Mrd. €) erlebten, nutzten vor allem ausländische Anleger die günstigen Preise im aktuellen Marktzyklus. Auch in den Benelux-Ländern (13 Mrd. €) war 2015 ein spürbarer Anstieg des Investitionsvolumens um 21 % zu beobachten. In Frankreich beliefen sich die Investitionen auf 29 Mrd. € und lagen damit um 4 % höher als 2014.

Bürogebäude hatten mit 113 Mrd. € einen Anteil von 44 % am Transaktionsvolumen und platzierten sich damit deutlich vor Retail-Immobilien mit 69 Mrd. € (27 %). Mit einem Investitionsvolumen von 27 Mrd. € machten Logistikimmobilien 11 % der Gesamtinvestitionen in Gewerbeimmobilien aus. Das bereits seit einigen Jahren deutlich gestiegene Anlegerinteresse am Logistiksegment setzt sich damit unvermindert fort.

Hotels machten einen Anteil von 8 % des Gesamtumsatzes aus; hier wurden im vergangenen Jahr 21 Mrd. € angelegt. 2015 war vor allem die Rückkehr der Übernahmen großer Hotelgruppen zu beobachten. Zunächst kam die Bestätigung des Aufkaufs der französischen Gruppe Louvre Hotels durch den chinesischen Jin-Jiang-Konzern. Dann wurde der bevorstehende Verkauf von B&B Hotels angekündigt – der dritte Eigentümerwechsel innerhalb von zehn Jahren. Ein echtes Ausrufezeichen setzte die US-amerikanische Marriott-Gruppe, als sie im November mit Starwood einen ihrer Erzrivalen übernahm. Europa verzeichnete mit über 20 Mrd. € das größte Investitionsvolumen im Hotelsegment seit 2008. Die positiven Aussichten für den Tourismus in den kommenden Jahrzehnten sind ebenfalls ein großer Anreiz, in diesen Sektor zu investieren. Auch der Umbau von Bürogebäuden zu Hotels stellt eine zunehmend interessante Alternative dar.

Quelle: BNP Paribas Real Estate

 

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