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Category Archives: Allgemein

ebase Vermittler-Fokus-Umfrage: Finanzprofis hinsichtlich Marktentwicklung 2020 weiterhin zuversichtlich

„Vermittler-Fokus-Umfrage“: Der DAX wird bis zum Jahresende 2020 …© ebase

Aschheim, 17. September 2020. „Der Optimismus unter den Finanzexperten überwiegt trotz des bereits erfolgen Kursanstiegs weiterhin“, kommentiert Kai Friedrich, Sprecher der Geschäftsführung von ebase, die jüngst von ebase durchgeführte Umfrage unter 231 Vertriebspartnern der B2B-Direktbank.

Während im April dieses Jahres, unter dem Eindruck des Corona-Ausbruchs, noch fast 32 Prozent der Befragten der Meinung waren, dass der DAX im Lauf der kommenden 12 Monaten sinken werde, sind – trotz der zwischenzeitlichen Kursanstiege – nurmehr 26 Prozent der Befragten dieser Meinung. Dagegen gehen rund 44% von einem weiter steigenden DAX aus. Rückblickend hat sich damit die optimistische Einschätzung der ebase-Partner vom April dieses Jahres vorerst bewahrheitet, da der Leitindex für deutsche Aktien seit der letzten Befragung bereits deutlich zugelegt hat.

„Die Zuversicht der Finanzprofis könnte ein Ausdruck dessen sein, dass sie die schlimmsten Auswüchse der Corona-Krise als überstanden ansehen und auch keinen weiteren Lockdown erwarten“, sagt Friedrich.
Eine ähnliche Einschätzung lässt das Kaufverhalten der ebase Kunden zu. Trotz der Sommerferien in vielen Bundesländern lag das Handelsvolumen der aktiv gemanagten Fonds im August um fünf Prozentpunkte über dem durchschnittlichen Handelsvolumen des Vorjahrs. Der Fundflow-Faktor wiederum lag bei 1,36, was bedeutet, dass im August die Mittelzuflüsse in aktiv gemanagten Fonds um 36 Prozent über den Abflüssen lagen. „Auch das spricht für eine weiterhin bestehende Zuversicht seitens der Anleger, die offenbar die Renditechancen der Kapitalmärkte für sich nutzen wollen“, so Friedrich.

„Vermittler-Fokus-Umfrage“
Die „Vermittler-Fokus-Umfrage“ ist eine online-basierte Umfrage unter den Vertriebspartnern der B2B-Direktbank ebase, wie beispielsweise IFAs, und spiegelt deren Einschätzung wider.

Quelle: ebase (PM vom 17.09.2020)

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Madison International Realty investiert in erstklassiges Bürohochhaus in Warschau

Piotr Krajewski – Fotografia Architektury / Architectural Photography

Warschau/New York, 17.09.2020 – Die globale Immobilien-Investmentgesellschaft Madison International(Madison) hat Anteile an dem neu entwickelten Büroobjekt Chmielna 89 im Central Business District in Warschau, dem führenden Büromarkt in Polen, von der Cavatina-Gruppe erworben. Der Wert der Immobilie beträgt mehr als 100 Millionen Euro.

Chmielna 89 ist vollständig für zehn Jahre an die größte Bank Polens und eines der ältesten Finanzinstitute des Landes, an PKO BP, vermietet.

Die vollständige Pressemitteilung können Sie hier einsehen.

Quelle: Madison International Realty (PM vom 17.09.2020)

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Tobias Köhler übernimmt die Residential Investment Teams in NRW

©JLL – Tobias Köhler

KÖLN, 16. September 2020 – Tobias Köhler (34) wird mit Wirkung zum 1. Oktober 2020 die Leitung des Residential Investment Teams bei JLL in Köln übernehmen. Seit Anfang 2018 übt er bereits die gleiche Funktion in Düsseldorf aus. Der JLL-Wohninvestmentbereich wird durch die gemeinsame Führung beider Teams Synergien und zusätzliche Potenziale in der Region erschließen.
Unter Köhlers Leitung hat das Düsseldorfer Team die Transaktion des ehemaligen Outokumpu-Werks mit 160.000 m² Grundfläche beraten und vermittelt. Dort entstehen nun die Benrather Gärten. Zudem hat Köhler in den vergangenen Jahren bereits von Düsseldorf aus Projekte in Köln betreut, darunter die Transaktion des Linde-Areals in Köln-Sürth sowie den Verkauf des „Rheingold“- Portfolios mit Objekten in Köln und Düsseldorf.
Dr. Konstantin Kortmann, Head of Residential Investment JLL Germany: „Die Investoren im Wohninvestmentbereich denken nicht nur lokal, sondern spürbar regional. Das gilt insbesondere für Nordrhein-Westfalen mit seinen Ballungsgebieten an Rhein und Ruhr, wo Städte praktisch fließend ineinander übergehen. Tobias Köhler wird als Team Leader Residential Investment in NRW unsere Dienstleistung noch stärker auf diese Kundensicht ausrichten.“

Quelle: Jones Lang LaSalle SE (OPM)

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Buss-Gruppe begeht 100-jähriges Firmenjubiläum

Hamburg, 15.09.2020 – Die Buss-Gruppe wird in diesen Tagen 100 Jahre alt. Viele Jahrzehnte war Buss vor allem ein Hafenunternehmen mit in der Spitze vier Umschlagsterminals im Hamburger Hafen. Heute ist die inhabergeführte Unternehmensgruppe mit rund 500 Mitarbeitern in den Geschäftsfeldern Hafenlogistik, Windenergie, Logistikimmobilien, Schifffahrt und Investments breit aufgestellt.

1920 im Hamburger Hafen gegründet
Kurz nach Ende des Ersten Weltkrieges erlebte die Wirtschaft und damit auch der Hamburger Hafen einen Neubeginn. In diesem prosperierenden Umfeld gründete Gerd Buss, ehemaliger Offizier einer Reederei, die gleichnamige Stauerei. Das Unternehmen machte sich schnell einen Namen mit dem Be- und Entladen von Schiffen. Innerhalb von zehn Jahren entwickelte Gerd Buss gemeinsam mit seinem Bruder Hinrich die Gerd Buss Stauerei zu einer der größten in Hamburg.

Von der Stauerei zur maritimen Logistikgruppe
100 Jahre später macht die Hafenlogistik nur noch einen kleinen Teil der Buss-Gruppe aus. Nach dem Zweiten Weltkrieg prosperierte das Unternehmen vor allem in den Wirtschaftswunderjahren bis in die 80er-Jahre. Die seit den 60er-Jahren rasch fortschreitende Containerisierung der Stückgutverkehre machte das Kerngeschäft der Buss-Gruppe, den konventionellen Ladungsumschlag, zunehmend überflüssig. Buss musste sich neue Betätigungsfelder suchen.

Wichtige Meilensteine in der Firmengeschichte
Wichtige Meilensteine in der Buss-Geschichte waren der Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg (1945), der Zusammenschluss mit der Reederei Aug. Bolten zur Stärkung der Kapitalbasis (1970), der Einstieg in das Logistikimmobiliengeschäft (1995), die Übernahme der Buss-Gruppe durch den heutigen geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Johann Killinger (2002), die Gründung des Investmenthauses Buss Capital (2003), die Einigung mit der Stadt Hamburg über die Schließung aller Buss-Terminals im Hamburger Hafen (2009), der Einstieg ins Schifffahrtsgeschäft (2009) sowie der Aufbau des Windenergiebereichs (ab 2011).

„Das 100-jährige Jubiläum haben wir erreicht, weil es uns gelungen ist, uns immer wieder an den rasch verändernden Markt anzupassen. Dafür möchte ich mich vor allem bei unseren Mitarbeitern bedanken. Ein ganz besonderer Dank gilt auch unseren Kunden, die uns teilweise schon über Jahrzehnte vertrauen“, so Dr. Killinger, geschäftsführender Gesellschafter.

Die Geschäftsfelder der heutigen Buss-Gruppe im Überblick:

Hafenlogistik
Die hohen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Schließung des Buss Hansa Terminals 2016 in Hamburg machten eine Neuordnung des Geschäftsbereichs „Hafen“ notwendig. Heute bietet Buss in Hamburg maritime Werkslogistikdienstleistungen und nach wie vor klassische Stauereidienstleistungen an. Außerhalb Hamburgs betreibt Buss allein oder in Partnerschaften Terminals in Sassnitz/Mukran, Stade, im niederländischen Eemshaven sowie einen Werkshafen in Duisburg. Die Hafenaktivitäten der Buss-Gruppe sind unter dem Namen „Buss Ports“ zusammengefasst.

Logistikimmobilien
Ein Meilenstein in der Firmengeschichte war der Einstieg in das Logistik- und Logistikimmobiliengeschäft in den 90er-Jahren. Der Bereich ist heute unter dem Namen Ixocon ein wichtiges Standbein der Buss-Gruppe. Das Geschäftsmodell basiert darauf, Logistikzentren zu entwickeln und nach erfolgreicher Fertigstellung an Investoren zu verkaufen. Einige Logistikimmobilien hält Buss im eigenen Bestand. Seit der Gründung des Geschäftsbereichs 1995 hat Ixocon 54 Projekte mit mehr als 800.000 m2 Lagerfläche und einem Investitionsvolumen von mehr als 600 Mio. Euro realisiert. Geografischer Schwerpunkt war zunächst Hamburg. Heute entwickelt Ixocon Logistikimmobilien bundesweit. Das 2019 abgeschlossene Logistikprojekt für Amazon ist mit 150.000 m² das größte von Ixocon realisierte Logistikzentrum und auch für Amazon eines der größten in Europa.

Investments
2003 gründete Buss das Emissionshaus Buss Capital, das geschlossene Fonds im Bereich der maritimen Logistik konzipiert und vertreibt. Innerhalb weniger Jahre wird Buss Capital Marktführer bei Containerfonds und zugleich ein wichtiger Finanzpartner für Containerleasinggesellschaften. 2006 refinanziert Buss Capital die komplette Leasing-Flotte der chinesischen Leasinggesellschaft Florens für 860 Mio. US-Dollar. In den Folgejahren eschließt Buss Capital ab 2008 mit Immobilienfonds, Schiffsfonds und Fonds im boomenden Kreuzfahrtmarkt weitere Investitionsmärkte. Bislang haben rund 31.000 Investoren rund 1,1 Milliarden Euro Eigenkapital in insgesamt 88 Fonds und Direktinvestments sowie einen Alternativen Investmentfonds investiert. Das Gesamtinvestitionsvolumen der platzierten Investments beläuft sich auf rund 2,5 Milliarden Euro.
Gerade bei Containerinvestments baute Buss Capital im Laufe der Zeit einen erheblichen Wettbewerbsvorsprung auf. Dies betrifft den Einkauf der Container, die Verwaltung der Containerportfolien und den Verkauf. Für die innovative Verbriefung von Containerinvestments für den US-Kapitalmarkt erhielt Buss Capital zweimal die Auszeichnung „Deal of the Year“ von der Finanzmarktorganisation „Marine Money“.
Im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung hat das Managementteam von Buss Capital 2020 eine neue Gesellschaft gegründet: Buss Capital Invest konzipiert und vertreibt Sachwertinvestments außerhalb geschlossener Fonds und Direktinvestments. Ihr Schwerpunkt liegt auf Namensschuldverschreibungen, anderen ähnlichen Vermögensanlagen sowie digitalen Kapitalanlagen. Ein erstes Produkt ist in Planung. Ein Zinsinvestment mit festen Zinsen und einer kurze Laufzeit soll voraussichtlich Anfang Oktober in den Vertrieb kommen.

Schifffahrt
Die in Buss Shipping zusammengefassten Reedereiaktivitäten von Buss wurden 2017 mit der Traditionsreederei Leonhardt & Blumberg fusioniert. Das neue Gemeinschaftsunternehmen betreibt mehr als 45 Containerschiffe. Die Befrachtung übernimmt Hanseatic Unity Chartering. Diese Gesellschaft mit Sitz in Hamburg und Singapur bündelt die Befrachtungsaktivitäten von fünf Reedereien: Bernhard Schulte, Reederei Nord, Borealis Maritime, Atlantic Lloyd sowie Leonhardt & Blumberg mit zusammen mehr als 210 Containerschiffen. Die Fusion erweist sich seit drei Jahren als ein ausgesprochen sinnvoller Schritt in der seit 2009 krisengeschüttelten Containerschifffahrt.

Windenergie
Die Keimzelle des Bereichs Windenergie bildet das Buss Terminal in Eemshaven, das seit 2011 vorrangig als Basishafen für die Logistik von Offshore-Windparks in der Nordsee dient. Heute bietet Buss neben der Logistik von Offshore-Windkraftanlagen auch Installation und Service von Windkraftanlagen an Land und auf See an. Zuletzt kamen drohnenbasierte Inspektionsleistungen mit automatischer Schadenserkennung und wetterunabhängige Blattreparaturbühnen dazu. Darüber hinaus gründete Buss mit lokalen Partnern Joint Ventures in Frankreich und den USA, um mit den Märkten im Bereich der erneuerbaren Energien zu wachsen. Seit 2019 sind alle Windenergie-Aktivitäten von Buss in der Holding „Buss Energy Group“ gebündelt.

Quelle: Buss-Gruppe (PM vom 15.09.2020)

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Fondsbesprechung PI Pro Investor Immobilienfonds 5- Erfolg mit gelebter Investorengemeinschaft

© Bildquelle: PI Pro Investor

Nach der erfolgreichen Schließung des Vorgängerfonds sowie der überaus renditestarken Exits aus den ersten Fonds dieser Serie setzt die PI Gruppe ihr anlegerorientiertes Prinzip der Investorengemeinschaft, das auch konsequent gelebt wird, fort. Weiterhin ist damit PI einer unserer Favoriten in der Sachwertwelt der AIF. Die 2017 realisierten Exits für die Immobilienfonds 1 und 2 sowie die inzwischen getätigten Einkäufe für den Immobilienfonds 3 bestätigen die Philosophie des Managements durch das Übertreffen der prospektierten Werte im positiven Sinn. Deshalb muss auch für den PI Pro·Investor Immobilienfonds 5 das Konzept sowie das Zahlenwerk als stimmig angesehen werden.
Das Team um Klaus Wolfermann und Claus Burkhardt hat das Anlegervertrauen mit den gezeigten Managementleistungen mehr als verdient, durch Konsequente Investition in Bestandsimmobilien in Mittel- und Oberzentren, durch Basisrentabilität und durch nachgewiesene Realisierung von Wertsteigerung in den Vorgängerfonds.
Dieses Vertrauen drückt auch in diesem Jahr wieder die Nominierung zum Deutschen BeteiligungsPreis 2020 mit dem vorliegenden PI Pro·Investor Immobilienfonds 5 in der Kategorie „TOP anlegerorientiertes Investmentvermögen Immobilien“ aus.“

Unser Resümee: ++++

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Magnus Danneck CEO Deutschland der Fahrländer Partner Deutschland AG

Magnus Danneck, Fahrländer Partner AG

Frankfurt, 10. September 2020 – Magnus Danneck, (53), Dipl.-Kaufmann, verantwortet ab sofort als CEO Deutschland die Expansion der Fahrländer Partner AG (FPRE) nach Deutschland. Das unabhängige Beratungs- und Forschungsunternehmen mit Hauptsitz in Zürich will mit der eigenständigen Niederlassung Fahrländer Partner Deutschland AG in Frankfurt am Main den deutschen Markt erschließen.

Danneck verantwortete zuletzt den Bereich Unternehmenskommunikation bei JLL Deutschland und stand als Head einem Team von rund 25 Professionals vor. Im Juni 2018 hatte er als Head of Marketing Northern Europe neben Deutschland zusätzlich die kommunikative Verantwortung für die Regionen DACH und Nordics übernommen. Darüber hinaus war er seit Juli 2011 Mitglied des EMEA Marketing Strategy Boards von JLL. Zuvor leitete er die Unternehmenskommunikation der Kemper’s Deutschland GmbH und war in kommunikativen Funktionen für den Handelsverband Deutschland (HDE) und das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) tätig.

Quelle: Fahrländer Partner AG (PM vom 10.09.2020)

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Fünfte Digitalisierungsstudie ZIA und EY Real Estate

Immobilienwirtschaft in der Pandemie am digitalen Scheideweg

  • Digitalisierungsbudgets steigen weiter
  • Personalmangel seit fünf Jahren größte Hürde
  • ESG ohne Digitalisierung nicht denkbar

Berlin, 9. September 2020. Gut jedes vierte Unternehmen der Immobilienwirtschaft (27 Prozent) investiert mittlerweile mehr als 5 Prozent seines Jahresumsatzes in die digitale Transformation. Insbesondere der Vergleich im Zeitverlauf zeigt: Digitalisierungsinvestitionen sind in der Immobilienwirtschaft zu einer festen, signifikanten Größe aufgestiegen. Vor zwei Jahren lag der Anteil der Unternehmen, die mehr als 5 Prozent ihres Umsatzes auf die Digitalisierung verwendeten, mit 14 Prozent gerade einmal bei der Hälfte. 

Gerade in der Corona-Pandemie zeigt sich, wie wichtig die Investitionen in Digitalisierung sind: Eine deutliche Mehrheit der Befragten (84 Prozent) gibt an, dass ihr Unternehmen die Krisensituation ohne digitale Technologien nicht unbeschadet überstehen könne. Und knapp 80 Prozent erwägen eine dauerhafte Ausweitung von Homeoffice und digitalen Meetings in ihren Unternehmen. 

Das sind Ergebnisse der aktuellen Digitalisierungsstudie von EY Real Estate und dem Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA), Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, die in diesem Jahr bereits zum fünften Mal in Folge erhoben wurde. Für die Studie wurden im Sommer 2020 insgesamt rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von privatwirtschaftlichen wie auch öffentlichen Unternehmen mit Bezug zur Immobilie befragt.

„Die Auswirkungen der Pandemie sind für die Branche ein Lackmustest. Die Vorteile der Digitalisierung zeigen sich nun überdeutlich: sowohl den Marktteilnehmern, die in den vergangenen Jahren bereits vorangeschritten waren und nun profitieren, als auch jenen, die jetzt dringenden Nachholbedarf spüren. Die Branche steht momentan am digitalen Scheideweg“, sagt Christian Schulz-Wulkow, Leiter des Immobiliensektors bei EY in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die gute Nachricht ist der insgesamt steigende Reifegrad der Branche: Fast die Hälfte der Befragten befindet sich nach eigenen Angaben bereits in der Etablierungs- und 39 Prozent in der Entwicklungsphase der digitalen Transformation.

„Während in den vergangenen Jahren Experimentierfreudigkeit und zuletzt Prozesseffizienz im Fokus der Digitalisierungsbemühungen standen, geht es in der Krise teils um die Existenz. Ganze Geschäftsmodelle werden infrage gestellt. Digitalisierung wird dadurch auch für vormals skeptischere Branchenteilnehmer von einer vermeintlichen Spielerei zum essenziellen Erfolgsfaktor“, sagt Martin Rodeck, Vorsitzender Innovation Think Tank des ZIA und Vorsitzender der Geschäftsführung der EDGE Technologies GmbH. So gaben 55 Prozent der Befragten an, dass die Krise interne Digitalisierungsdefizite aufgezeigt habe.

Personalmangel bleibt schwierigste Herausforderung

Seit der ersten Erhebung der Digitalisierungsstudie im Jahr 2016 stellen fehlende personelle Ressourcen Jahr für Jahr die größte Hürde für die Digitalisierung dar – das geben auch in der diesjährigen Befragung 72 Prozent der Teilnehmer an. Während in Bezug auf qualifiziertes Personal jedoch kaum Fortschritte zu erkennen sind, zeigen sich in anderen Bereichen positive Entwicklungen: Nachdem in den Jahren 2016 bis 2018 viele Studienteilnehmer eine fehlende Digitalisierungsstrategie als Herausforderung sahen, scheint diese Hürde seit 2019 gesunken zu sein. Auch der Datenschutz wird heute als geringere Hürde angesehen als noch in den Jahren zuvor.

Nachholbedarf bei Grundlagentechnologien

Hohe Kosten für den Aufbau der IT-Infrastruktur führen bei 52 Prozent der Studienteilnehmer dazu, dass Maßnahmen lediglich auf das unbedingt Notwendige begrenzt werden. Immerhin 51 Prozent sehen sich zudem durch Themen wie IT-Sicherheit gebremst. Die vollumfänglichen Möglichkeiten von Soft- und Hardware sind nur 51 beziehungsweise 48 Prozent der Studienteilnehmer bekannt. „Bei der IT-Infrastruktur herrscht noch Nachholbedarf. Da diese jedoch die absolute Grundlage aller digitalen Technologien darstellt, drängt die Zeit, den Rückstand aufzuholen“, sagt Rodeck. „Die IT-Infrastruktur wird sonst zum limitierenden Faktor selbst für die beste Idee.“ So nutzen derzeit nur 38 Prozent der Studienteilnehmer Data Analytics aktiv. Zudem gab die Hälfte der Befragten an, sich nicht ausreichend mit diesem Thema auszukennen.

ESG ohne Digitalisierung nicht denkbar

Eine herausgehobene Stellung schreiben die Studienteilnehmer der Digitalisierung bei den als „ESG“ (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) umschriebenen Nachhaltigkeitsbestrebungen zu. Sie ist der Schlüssel für eine professionelle Umsetzung der ESG-Richtlinien, meinen 84 Prozent der Befragten. Daten und deren Auswertung sind für 87 Prozent der Teilnehmer die Basis für ein professionelles ESG-Management. „Die Potenziale digitaler Technologien und Anwendungen etablieren sich immer mehr auch als wertstiftendende Treiber im Rahmen einer erfolgreichen ESG-Strategie. Eine solide Datenbasis ist die Voraussetzung, um ESG-Vorgaben wie etwa die Reduktion von Verbräuchen und Emissionen überprüfen zu können – ohne Digitalisierung lassen sich die Klimaziele nicht erreichen!“, sagt Schulz-Wulkow.

Quelle: ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V. (OPM)

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Scope bewertet die d.i.i. Gruppe mit einem Rating von A+ (AMR)

Berlin, 07.09.2020 – Damit bescheinigt Scope dem Unternehmen eine gute Qualität und Kompetenz im Asset Management von Wohnimmobilien.

2006 wurde die Unternehmensgruppe d.i.i. von Frank Wojtalewicz, Dr. Stephan Goetz und Stefan Sanktjohanser gegründet und hat sich seitdem zu einem Spezialisten für Bestandsentwicklung, Privatisierung und Projektentwicklung von deutschen Wohnimmobilien in den Regionen Hamburg, Berlin, Rhein-Ruhr, Rhein-Main sowie Rhein-Neckar entwickelt.

Als integriertes Wohnungsunternehmen mit den Strategien „Bestandsentwicklung“ (seit Gründung) und „Neubau“ (zusätzlich ab 2015) in Deutschland bilden sowohl der Aufbau als auch das Management von Wohnimmobilienportfolios für semi-professionelle und institutionelle Investoren das Kerngeschäft der d.i.i. Gruppe. Durch das firmeneigene Bau-, Projekt- und Asset-Management können Wertsteigerungen durch umfassende Sanierungs- und/oder Baumaßnahmen intern durchgeführt werden.

Mit aktuell 178 Mitarbeitern, verteilt auf den Firmenhauptsitz in Wiesbaden und weitere Standorte, ist die Gruppe aktuell in mehr als 50 deutschen Standorten investiert. Die d.i.i. hält derzeit einen Bestand von 8.500 Wohnungen und entwickelt aktuell 14 Neubauprojekte mit einem geplanten Volumen in Höhe von ca. 250 Mio. Euro.

Semi-professionelle bzw. institutionelle Investoren bedient die Gesellschaft aktuell mit 3 geschlossenen Spezialfonds sowie 1 Managed Account; in der Unternehmenshistorie wurden bislang 13 geschlossene Spezial-AIF und 4 Managed Accounts lanciert. Zudem hat die d.i.i. 5 offene Spezial-AIF aufgelegt. Der erste geschlossene Publikums-AIF für Privatanleger befindet sich aktuell im Genehmigungsprozess mit der BaFin. Internationale institutionelle Investoren will die Gesellschaft zukünftig auch mit Luxemburger Vehikeln bedienen.

Im Berichtszeitraum setzte die d.i.i. Gruppe ein Transaktionsvolumen von rund 400 Mio. Euro um, darunter 26 Ankäufe von Bestandsobjekten (315 Mio. Euro) und 400 verkaufte Wohneinheiten (86 Mio. Euro). Dabei übersteigt die Käufergruppe der Kapitalanleger deutlich die Käufergruppe der Selbstnutzer, was im Rahmen der COVID-19-Krise aus Sicht von Scope ein potenzielles Risiko bergen kann.

Das insgesamt gute Asset Management Rating der d.i.i. basiert insbesondere auf den folgenden Säulen: (1) der tiefen Wertschöpfungskette, durch die alle wichtigen Funktionen – einschließlich Research, Projektentwicklung, Finanzierung, Bestandsentwicklung und Verkauf – inhouse abgedeckt werden können; (2) dem erfolgreichen Wachstum der Assets under Management von 1,1 Mrd. Euro im Jahr 2017 um 91% auf 2,1 Mrd. Euro im Jahr 2019; (3) die im Durchschnitt leicht über Prognose liegende Performance der bisher aufgelösten sechs Investmentvehikel, wenngleich vier der sechs sehr kleine Fondsvolumina aufweisen und die Verkäufe in einer Hochpreisphase erfolgten und (4) der Qualität der Investmentprozesse und des Risikomanagements sowie der Compliance, welche einem sehr hohen Standard entsprechen.

Eine stringente Nachhaltigkeitsstrategie existiert noch nicht. Allerdings setzt die d.i.i. bereits erfolgreich vereinzelte ESG-Maßnahmen sowohl auf Fonds- als auch Unternehmensebene um. Besonders hervorzuheben ist dabei die Sozialcharta, die im Asset Management der Bestands-Wohnimmobilien Anwendung findet. Aktuell ist noch kein transparentes ESG-Reporting auf Unternehmensebene verfügbar, was entsprechend negativ in die Bewertung einfließt.

Die hohe jährliche Mitarbeiterfluktuation für die gesamte Unternehmensgruppe von durchschnittlich 18,7% in den letzten drei Jahren begrenzt gleichfalls das Rating.

Quelle: Scope Analysis GmbH

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FPRE: Schweizer Immobiliendaten-Spezialist expandiert nach Deutschland

Frankfurt, 08. September 2020 – Die Fahrländer Partner AG (FPRE) expandiert nach Deutschland und hat im August eine Niederlassung in Frankfurt am Main eröffnet. Das unabhängige Beratungs- und Forschungsunternehmen mit Hauptsitz in Zürich ist einer der führenden digitalen Daten- und Modellprovider für die Immobilienbewertung und Raumentwicklung in der Schweiz.

Das forschungsnahe Unternehmen bietet maßgeschneiderte Datenanalysen und Algorithmus-Applikationen für die Analyse und hedonische Bewertung von Wohnungs- und Gewerbeimmobilien. Hauptzielgruppen sind private und institutionelle Investoren, Projektentwickler, Immobilien-Beratungsunternehmen, Asset Manager sowie Finanzdienstleister, Bestandshalter und die Öffentliche Hand.

Digitaler Wegbereiter
FPRE versteht sich als digitaler Wegbereiter und ermöglicht seinen Kunden schnelle und zuverlässige Entscheidungen sowie skalierbare Prognosen und Marktwertermittlungen für Einzelobjekte, umfangreiche Portfolios oder Projektentwicklungen. Der Hauptfokus des Unternehmens liegt auf praxisnahen, anwenderfreundlichen Applikationen und Modulen, die problemlos über Programmierschnittstellen (API) in die technische Kunden-Infrastruktur integriert werden können.

Webapplikation IMBAS
Im Zentrum der Dienstleistungen von FPRE steht das Immobilienbewertungs- und Analysesystem IMBAS. Die Webapplikation verknüpft statistische Methodenkompetenz mit der Logik der Immobilienwirtschaft. Über einen ausgefeilten Algorithmus verdichtet das Tool für jede Adresse in Deutschland ökonomische, demographische und immobilienwirtschaftliche Standort- und Marktdaten. Nutzer können über interaktive Dashboards und auf Basis ihrer individuellen Suchprofile adressgenaue Bewertungen und Analysen für Eigentumswohnungen, Ein- und Mehrfamilienhäuser, Mietwohnungen, Büro- und Verkaufsflächen simulieren und kosteneffizient durchführen.

Quelle: Fahrländer Partner (Deutschland) AG (PM vom 08.09.2020)

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Die Neuregelungen, die für Finanzanlagenvermittler ab sofort gelten!

Wesentliche Neuerungen in der Arbeit für FAVs

© Shutterstock

Landshut, 01.09.2020- Nun ist es da. Die Auswirkungen der MIFID II schlagen nun auch auf den Markt der Finanzanlagenvermittler (FAV) durch, und bringen gewaltige Veränderungen mit. Vor allem das Taping ist die wohl gravierende Neuerung: jedes Beratungsgespräch am Telefon muss nun aufgezeichnet und archiviert werden. Dazu bieten sich zwar zahlreiche Dienstleister an, aber die entstehenden Kosten und meist ein deutlich geänderter Workflow erschweren die Arbeit in Zukunft. Wie die geneigten Leser wissen, ist der Verfasser dieser Zeilen nicht nur seit Jahren Herausgeber dieser Zeitung, sondern auch als Sachverständiger tätig und im Prüfungsausschuss für die Vergabe der § 34 f (GewO)-Lizenzen bei der IHK tätig. Im Zuge dieser Tätigkeit wird man auch von den jeweils zuständigen IHKs auf dem Laufenden gehalten. Die Information zu den Änderungen zum 01.08.2020 sind eine prägnante Zusammenfassung sozusagen von höchster Stelle, die ich Ihnen nicht vorenthalten will.

Neuregelungen für Finanzanlagenvermittler ab 1. August 2020
Zur Umsetzung der Vorgaben der EU-Finanzmarktrichtlinie (MiFID II) wurden zusätzliche Wohlverhaltensregelungen für gewerbliche Finanzanlagenvermittler in die Finanzanlagenvermittlungsverordnung aufgenommen bzw. bestehende Regelungen an die Vorgaben der MiFID II angepasst. Betroffen sind Finanzanlagenvermittler/-innen und Honorar-Finanzanlagenberater/-innen mit einer Erlaubnis nach § 34f bzw. § 34h Gewerbeordnung (GewO) und ihre mitvermittelnden Angestellten.
Im Wesentlichen geht es um folgende Neuregelungen:

Vermeidung, Regelung und Offenlegung von Interessenkonflikten
Es wird eine neue Pflicht zur Vermeidung, Regelung und Offenlegung von Interessenkonflikten und zur Ausgestaltung der Vergütungsstruktur, durch die Interessenkonflikte vermieden werden sollen, eingeführt.
Sofern sich Interessenkonflikte im Vorfeld nicht vermeiden lassen, sind diese so zu regeln, dass Vorkehrugen getroffen werden, die verhindern, dass die Interessenkonflikte auf den Anleger durchschlagen. Dies betrifft insbesondere auch Interessenkonflikte, die durch die Gewährung und/oder Entgegennahme von Zuwendungen oder durch andere Anreize oder die bestehende Vergütungsstruktur entstehen können. Sofern sich Interessenkonflikte nicht vermeiden lassen, sind diese rechtzeitig vor Abschluss eines Geschäftes gegenüber dem Anleger offen zu legen. Beschäftigte dürfen nicht in einer Weise vergütet oder bewertet werden, die mit ihrer Pflicht kollidiert, im bestmöglichen Kundeninteresse zu handeln. Insbesondere dürfen keine Vereinbarungen über Vergütung und Verkaufsziele getroffen werden, die Beschäftigte dazu verleiten könnten, einem Anleger eine bestimmte Finanzanlage zu empfehlen, obwohl sie eine andere Anlage empfehlen könnten, die den Bedürfnissen des Anlegers besser entsprechen.
Soweit Interessenkonflikte daraus resultieren können, dass der Gewerbetreibende Anlageberatung oder Anlagevermittlung im Hinblick auf Finanzanlagenprodukte nur eines oder nur weniger Emittenten oder Anbieter anbietet, gilt die Mitteilung über mögliche Interessenkonflikte durch die Erteilung der statusbezogenen Informationen nach § 12 Abs. 1 Nummer 4 Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV) als erfüllt.

Jährliche Kosteninformation
Der Gewerbetreibende hat den Anleger darüber hinaus regelmäßig, mindestens jedoch jährlich während der Laufzeit der Anlage über die Kosten und Nebenkosten zu informieren.
Der Gewerbetreibende kann dazu die ihm vom Emittenten oder dem depotverwaltenden Institut zur Verfügung gestellten Kosteninformationen verwenden. Dies gilt allerdings nicht für die Informationen über die Kosten, die bei dem Gewerbetreibenden anfallen. Über diese muss der Gewerbetreibende in jedem Fall eine eigenständige Information zur Verfügung stellen, da
dem Emittenten oder depotverwaltenden Institut darüber keine Informationen vorliegen. Die Pflicht zur regelmäßigen, mindestens aber jährlichen Information des Anlegers besteht nur, sofern im Laufe des Kalenderjahres eine laufende Geschäftsbeziehung zwischen dem Gewerbetreibenden besteht oder bestand.

Geeignetheitsprüfung
Der Gewerbetreibende ist verpflichtet, den vom Produktgeber bzw. Konzepteur bestimmten Zielmarkt zu berücksichtigen und mit dem jeweiligen Anleger abzugleichen. Der Gewerbetreibende muss sich dazu alle erforderlichen Informationen zum Zielmarkt des Produktgebers bzw. Konzepteurs beschaffen und die Merkmale der jeweiligen Finanzanlage sowie den Zielmarkt verstehen. Er muss die Vereinbarkeit der Finanzanlage mit den Bedürfnissen des Anlegers beurteilen und muss sicherstellen, dass er die Finanzanlage nur
empfiehlt, wenn dies im Interesse des Anlegers ist. Dabei ist es grundsätzlich auch zulässig, wenn der Gewerbetreibende in begründeten Ausnahmefällen eine Anlage außerhalb des Zielmarktes vertreibt. Dies kann in begründeten Fällen unter dem Gesichtspunkt der
Diversifizierung sogar im bestmöglichen Interesse des Anlegers sein.

Zuwendungen
Die Annahme und Gewährung von Zuwendungen darf nicht nur der ordnungsgemäßen Vermittlung und Beratung im Interesse des Anlegers nicht entgegenstehen, sondern darf sich darüber hinaus auch nicht nachteilig auf die Qualität der erbrachten Finanzdienstleistung auswirken. Die Verpflichtung des Gewerbetreibenden, im bestmöglichen Interesse des Anlegers ehrlich, redlich und professionell zu handeln darf nicht beeinträchtigt werden. Unter den genannten Voraussetzungen ist die Annahme von Zuwendungen auch weiterhin zulässig.

Geeignetheitserklärung
Das bisher anzufertigende Beratungsprotokoll wird durch die Geeignetheitserklärung ersetzt. Diese ist dem Anleger bei einer Anlageberatung vor Abschluss des Vertrages auf einem dauerhaften Datenträger zur Verfügung zu stellen. Die Pflicht zur Erstellung und Zurverfügungstellung der Geeignetheitserklärung gilt nicht gegenüber professionellen Kunden und Privatkunden, die als professionelle Kunden eingestuft werden. Die Verpflichtung, dem Anleger regelmäßige Geeignetheitsberichte zur Verfügung zu stellen, besteht jedoch nur in den Fällen, in denen der Gewerbetreibende dem Anleger eine regelmäßige Beurteilung der Geeignetheit der empfohlenen Finanzanlagen angeboten hat.

Aufzeichnungspflicht von Telefongesprächen und sonstiger elektronischer Kommunikation
Ziel der Pflicht zur Aufzeichnung von Telefongesprächen und sonstiger elektronischer Kommunikation ist die Stärkung des Anlegerschutzes, die Verbesserung der Marktüberwachung und die Schaffung von Rechtssicherheit im Interesse der Finanzanlagenvermittler und der Anleger. Die Aufzeichnung dient dem Zweck der Beweissicherung und soll insbesondere dokumentieren, ob der Anleger über die Chancen, Risiken und Eigenschaften einer empfohlenen Finanzanlage informiert wurde. Der Umfang der Aufzeichnung darf nicht über das hinausgehen, was zur Erreichung des genannten Zwecks der Beweissicherung hinausgeht.
Aufzeichnungspflichtig sind Telefongespräche und sonstige elektronische Kommunikation, sobald sie sich auf die Vermittlung von oder die Beratung zu Finanzanlagen im Sinne des § 34f Abs. 1 Satz 1 der Gewerbeordnung beziehen. Der Aufzeichnungspflicht unterliegen hingegen nicht telefonische Terminabsprachen, Anbahnungsgespräche und Gespräche, die nicht die Beratung zu oder Vermittlung von einzelnen oder mehreren konkreten Finanzanlagen zum Inhalt haben. Telefongespräche und elektronische Kommunikation, die sich auf Versicherungsprodukte oder Darlehen beziehen, fallen daher nicht unter die Aufzeichnungspflicht. Soweit Internet-Dienstleistungsplattformen keine Anlageberatung oder Anlagevermittlung durch Telefon oder sonstige elektronische Korrespondenz erbringen und diese als rein digitale Prozesse ablaufen, unterfallen diese nicht der Aufzeichnungspflicht nach
§ 18a, wohl aber der allgemeinen Aufzeichnungspflicht nach § 22 FinVermV.
Sofern der Gewerbetreibende sowohl als Finanzanlagenvermittler nach § 34f bzw. als Honorar-Finanzanlagenberater nach § 34h GewO als auch als Versicherungsvermittler nach § 34d und/oder Immobiliardarlehensvermittler nach § 34i GewO tätig ist, kann ein Gespräch in seinem Verlauf von der aufzeichnungspflichtigen Finanzanlagenvermittlung auf die nicht aufzeichnungspflichtige Versicherungsvermittlung oder Immobiliardarlehensvermittlung übergehen. Ein genauer Zeitpunkt, ab dem oder bis zu dem eine Aufzeichnung des Telefongesprächs vorzunehmen ist, lässt sich daher nicht in jedem Fall genau bestimmen.
Denn nicht immer ist im Vorhinein absehbar, ob der Anleger in einem Telefongespräch, das zunächst Finanzanlagen zum Inhalt hat, zu einem späteren Zeitpunkt von sich aus z. B. Versicherungsprodukte ansprechen wird. Genauso gut kann im Verlauf eines Telefongesprächs der Gewerbetreibende zu dem Ergebnis kommen, dass z. B. ein Versicherungsprodukt die Bedürfnisse des Kunden besser erfüllt als eine Finanzanlage, das zunächst aufzeichnungspflichtige Gespräch kann sich somit zu einem nicht aufzeichnungspflichtigen Gespräch entwickeln. Der Gewerbetreibende ist verpflichtet, angemessene technische und elektronische Maßnahmen zu ergreifen, um die Aufzeichnung von einschlägigen Telefongesprächen und elektronischer Kommunikation zu ermöglichen.
Dies gilt sowohl für die vom Gewerbetreibenden zur Verfügung gestellten dienstlichen technischen Geräte, z. B. Smartphone, Festnetztelefon oder Laptop, wie auch für die genutzten privaten technischen Geräte des Gewerbetreibenden und seiner Angestellten. Der Gewerbetreibende ist verpflichtet, die Anleger über die Aufzeichnung von Telefongesprächen und elektronischer Kommunikation vorab zu informieren. In gleicher Weise müssen die Beschäftigten des Gewerbetreibenden vorab über die Aufzeichnungspflicht informiert werden. Dabei ist es ausreichend, wenn der Gewerbetreibende die Information einmalig vor einem aufzeichnungspflichtigen Telefongespräch oder elektronischer Kommunikation informiert, eine wiederholte Information über die Aufzeichnungspflicht ist nicht erforderlich. Sofern die Vorabinformation über die Aufzeichnung nicht erfolgt ist oder der Anleger der Aufzeichnung widersprochen hat, darf der Gewerbetreibende keine telefonische oder mittels sonstiger elektronischer Kommunikation durchgeführte Anlageberatung oder Anlagevermittlung durchführen.
Ferner ist der Gewerbetreibende verpflichtet, technische Vorkehrungen zu treffen, die die Aufzeichnungen gegen nachträgliche Verfälschung und unbefugte Verwendung sichern.
Zudem wird klargestellt, dass die Aufzeichnungen nur zu dem genannten Zweck der Beweissicherung dienen und nicht zu anderen Zwecken genutzt werden dürfen. Insbesondere darf der Gewerbetreibende die Aufzeichnungen nicht zum Zweck der Überwachung seiner Beschäftigten nutzen. Eine Auswertung der Aufzeichnungen darf nur durch den Gewerbetreibenden selbst oder gesondert zu benennende Beschäftigte des Gewerbetreibenden und durch die für die Überwachung des Gewerbebetreibenden zuständige Behörde, deren Beauftragte oder eine Strafverfolgungsbehörde erfolgen. Der Gewerbetreibende darf die von ihm angefertigten Aufzeichnungen im Schadenfall verwenden und auswerten und z. B. an seine Berufshaftpflichtversicherung weiterleiten.
Der Gewerbetreibende hat dem Anleger jederzeit auf Verlangen eine Kopie der ihn
betreffenden Aufzeichnungen zur Verfügung zu stellen. Die Aufzeichnungen sind nach zehn Jahren zu löschen bzw. zu vernichten sind und die Löschung bzw. Vernichtung zu dokumentieren ist. Der Gewerbetreibende muss sicherstellen, dass seine Beschäftigten auch die Pflicht zur Aufzeichnung von Telefongesprächen und sonstiger elektronischer Kommunikation einhalten.

Aufbewahrungsfrist
Die Pflicht des Gewerbetreibenden, Unterlagen und Aufzeichnungen auf einem dauerhaften Datenträger aufzubewahren, wird auf die Aufzeichnungen von Telefongesprächen und elektronischer Kommunikation erstreckt. Die bisherige fünfjährige Aufbewahrungsfrist wird auf
zehn Jahre ausgeweitet. Grund für die Ausweitung der Aufbewahrungsfrist ist, dass Finanzanlagen oftmals eine längere Laufzeit als fünf Jahre haben. So können Anteile an geschlossenen Investmentfonds häufig in den ersten fünf bis zehn Jahren nicht veräußert
werden. Die Unterlagen sind so aufzubewahren, dass sie von den Geschäftsräumen aus zugänglich sind. Dies kann z. B. durch die physische Aufbewahrung der Unterlagen in den Geschäftsräumen selbst erfolgen, aber auch durch eine Aufbewahrung von elektronischen Kundenakten auf externen Servern, soweit diese von den Geschäftsräumen aus zugänglich sind.

Sachkundeprüfung
Die in der Anlage 1 der FinVermV aufgeführten inhaltlichen Anforderungen an die Sachkundeprüfung werden um die in der Verordnung neu geregelten Pflichten des Gewerbetreibenden ergänzt. Dies betrifft insbesondere die Anforderungen zur Vermeidung, Regelung und Offenlegung von Interessenkonflikten sowie zur Vergütungspolitik sowie die Pflicht zur Aufzeichnung von telefonischen Vermittlungs- und Beratungsgesprächen und elektronischer Kommunikation.

Dies alles gilt nun seit August. Nach heutigem Stand wird damit für das Prüfungsjahr 2020 gemäß FinVermV eine zweitgeteilte Prüfung notwendig sein, bei der bis Juli die bisherigen Anforderung gelten und ab August dann das Taping sowie Änderungen bei der Geeignetheitsprüfung berücksichtigt werden müssten. Man darf gespannt sein, wie sich dies auf die Kosten auswirkt. Frühestens ab Januar 2021 erwarten die Branche dann noch den Aufsichtswechsel. Er wird kommen, das scheint sicher. Jedoch über das Wann streiten noch die Parteien, nach dem Desaster rund um Wirecard. Es wird also auch hier wieder ein politisches Ränkespielchen stattfinden. Sicher ist aber auch, dass die Sachkundeprüfung bei den IHKs verbleibt. Dies aber nur, da nur noch ganz wenige die 34f-Lizenz neu beantragen werden, da die Zukunft des Markt allein schon wegen der immer weiter steigenden Kosten und den zunehmenden Aufsichtsanforderungen zu 32er-Finanzinstituten und Haftungsdächer bzw. professionelle Großvertriebe und -pools liegt. Die Politik liebt keine soliden Einzelkämpfer und die neue Aufsicht noch viel weniger. Fakt ist, das der Markt langfristig für FAV unattraktiv wird.
Bleiben Sie kritisch und leben Sie
#finanzbewusstsein

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